Wirtschaft & Industrie

Polymere für die Kreislaufwirtschaft: Ceresana-Studie zum Weltmarkt für Biokunststoffe

Kompostierbares Einweggeschirr, Mulchfolien, die auf dem Acker verrotten oder Fischernetze, die sich mit der Zeit einfach auflösen: sind Biokunststoffe die Lösung der Abfallprobleme? Auf Kunststoffe aus Zuckerrohr, Kartoffelstärke oder anderen nachwachsenden Rohstoffen werden große Hoffnungen gesetzt.
Marktstudie Biokunststoffe (6. Auflage)
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2021-09-30 22:26:41 )
Biopolymere erobern immer mehr Anwendungsgebiete und erzielen deutlich höhere Wachstumsraten als herkömmliche Standardkunststoffe. Ceresana hat bereits zum sechsten Mal den dynamisch wachsenden Weltmarkt für „grüne“ Polymere unter-sucht: Die Analysten erwarten, dass der Biokunststoff-Umsatz bis zum Jahr 2030 auf rund 8,1 Milliarden US-Dollar wachsen wird.

Schlüsselrolle für die EU-Kreislaufwirtschaft

Kunststoffe und Verpackungen sind zentrale Produktgruppen für den „Aktionsplan Kreislaufwirtschaft“, den die EU-Kommission im Rahmen des „Green Deal“ im Frühjahr 2020 veröffentlicht hat. Um die Wegwerf-Gesellschaft zu überwinden und die Abfallmengen zu reduzieren, plant die EU-Kommission unter anderem eine Kunststoff-Steuer, Beschränkungen für Mikroplastik und die Förderung von Kunststoff-Recycling. Ende 2021 soll eine neue „Rahmengesetzgebung für biobasierte, biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe“ klar regeln und definieren, was unter diesen Begriffen zu verstehen ist und wie Biokunststoffe entsorgt werden sollen. Mit einer Lebenszyklus-Analyse soll Greenwashing vermieden werden: Biobasierte Kunststoffe sollen nur dann eingesetzt werden, wenn sie gegenüber fossilen Kunststoffen echte ökologische Vorteile bieten und nicht zum Beispiel der Lebensmittelproduktion Konkurrenz machen.

Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe

Als „Biokunststoffe“ werden derzeit zwei Material-Gruppen bezeichnet, die sich überlappen können, aber nicht immer identisch sein müssen: einerseits biologisch abbaubare Kunststoffe, die sich in der freien Natur zersetzen oder zumindest in industriellen Anlagen kompostiert werden können - andererseits biobasierte Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Manche Biokunststoffe erfüllen beide Bedingungen: PLA aus Polymilchsäure, PHA aus Zucker und TPS aus Stärke zum Beispiel sind biobasiert und biologisch abbaubar. Es gibt aber auch Kunststoffe aus biogenen Rohstoffen, die nicht kompostierbar sind (z.B. PEF aus Fructose oder Bio-PE auf Basis von Zuckerrohr). Dagegen können manche petrochemisch, also aus Erdöl oder Erdgas erzeugte Kunststoffe durchaus biologisch abbaubar sein (z.B. PCL, PBAT, PBS). Biobasierte Kunststoffe mit der gleichen chemischen Struktur wie ihre fossilen Pendants können recycelt werden.

Größtes Wachstum bei Polymilchsäuren und Stärke

Biologisch abbaubare Kunststoffe, zum Beispiel Polymilchsäuren (PLA) und Stärke-Polymere, erreichten 2020 einen Marktanteil von 65% am gesamten Biokunststoff-markt. Für diese Produktgruppe erwartet Ceresana bis 2030 ein weiteres Mengen-wachstum von 10,2 % pro Jahr. Bei biobasierten Kunststoffen, etwa Bio-Polyethylen, Bio-PET oder Bio-PA, die nicht biologisch abbaubar sind, wird der Zuwachs mit 7,5% pro Jahr voraussichtlich niedriger sein. Der aktuelle Marktreport von Ceresana analysiert, wie sich der Einsatz von Biokunststoffen in den unterschiedlichen Absatzmärkten entwickelt. Die wichtigste Absatzbranche für Biokunststoffe war im Jahr 2020 die Verpackungsindustrie – mehr als 58% aller Biokunststoffe wurden hier verarbeitet. Die höchsten Zuwächse erwartet Ceresana mit 11,1% pro Jahr im Bereich „Beutel, Säcke und Tüten“.

Verpackungen sind eine Hauptanwendung

Kapitel 1 der Studie bietet eine umfassende Darstellung und Analyse des globalen Marktes für Biokunststoffe - einschließlich Prognosen bis 2030: Für jede Region wird die Entwicklung von Verbrauch, Umsatz sowie Produktion dargestellt. Zudem werden die Anwendungsgebiete von Biokunststoffen einzeln untersucht: starre Verpackungen, flexible Verpackungen (Beutel, Säcke, Tüten und sonstige Verpackungen), Konsumgüter, Automobil und Elektronik, sonstige Anwendungen.
Für die Regionen Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und „Rest der Welt“ wird die Produktion von Biokunststoffen aufgeteilt in die Produktgruppen: Polymilchsäure (PLA), Stärke, sonstige biologisch abbaubare sowie nicht biologisch abbaubare Kunststoffe. Der Verbrauch von Biokunststoffen je Region wird aufgliedert in: PLA, Stärke, Polyhydroxyalkanoate (PHA), Polybutylenadipat-terephthalat (PBAT), sonstige biologisch abbaubare Kunststoffe, Bio-Polyethylen (PE) und sonstige nicht biologisch abbaubare Kunststoffe.
In Kapitel 2 werden die 8 bedeutendsten Absatz-Länder einzeln betrachtet: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, USA, China, und Japan. Dargestellt werden dabei jeweils: Verbrauch und Umsatz, der Verbrauch für die einzelnen Anwendungsgebiete und der Verbrauch je Produkttyp.
Kapitel 3 bietet nützliche Unternehmensprofile der bedeutendsten Hersteller von Biokunststoffen, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 91 Herstellern geliefert, z.B. BASF SE, Braskem S.A., Far Eastern New Century Corporation (FENC), NatureWorks LLC, Novamont S.p.A., Rodenburg Biopolymers B.V., Solvay SA, Teijin Limited und Vegeplast S.A.S.
Weitere Informationen zur Marktstudie Biokunststoffe (6. Auflage): https://www.ceresana.com/de/marktstudien/kunststoffe/biokunststoffe/


Über Ceresana
Als eines der global führenden Marktforschungsinstitute ist Ceresana spezialisiert auf die Bereiche Chemikalien, Kunststoffe, Verpackungen und Industriegüter mit Schwerpunkt auf Automotive / Mobilität. Seit 2002 profitieren Unternehmen von hochwertigen Industrieanalysen und Prognosen. Über 200 Marktstudien liefern mehr als 10.000 Kunden in aller Welt die Wissensbasis für den nachhaltigen Erfolg.


Presseinformation

Ceresana
Mainaustrasse 34 78464 Konstanz Deutschland

+49 7531 9429 70

Ansprechpartner
Martin Ebner
Pressekontakt
www.ceresana.com

eMail

Veröffentlicht durch

Martin Ebner

+49 7531 94293 10
Mainaustrasse 34
78464 Konstanz - Deutschland
http://www.ceresana.com

Kontakt Martin Ebner


 

 

 

 

 

 

Ceresana kontaktieren


 

 

 

 

 

Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrecht unterliegen.
Preparing for PR: Five Hot Tips for Startups
PR Fundamentals for Startups - MaRS Best Practices
Public Relations 101
Public Relations Strategy in Our World Today!
Introduction to Public Relations
Trends in Communicating
How to Do Marketing/PR on a Budget - CoInvent Startup Summit 2014 New York
Monika Dixon Shares PR Tips