Umwelt & Energie

Heiztechnik für die Antarktis von my-PV

Die Forschungsstation Princess Elisabeth in der Antarktis
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2020-04-06 11:23:46 )
Die Ingenieure der Forschungsstation Princess Elisabeth in der Antarktis haben Ende März fünf Leistungssteller von my-PV installiert. Mit den Powermanagern des österreichischen Unternehmens kann das Forschungsteam seinen überschüssigen Solarstrom künftig für die Erwärmung von Wasser, der Räume und großer Pufferspeicher nutzen. Mit der Wärme in den Puffern bringen die Wissenschaftler Schnee zum Schmelzen, um Trinkwasser zu gewinnen.

Erste CO2-neutrale Polarbasis

Die Station wird von der International Polar Foundation mit Sitz in Brüssel betrieben. Die Stiftung hatte sich das Ziel gesetzt, die erste vollständig CO2-neutrale Polarbasis zu errichten. „Ein Dieselbetrieb ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch teuer. Wegen der langen Transportwege kann ein Liter Diesel hier bis zu 12 Euro kosten“, sagt Guus Luppens, verantwortlicher Ingenieur bei der Planung des Systems.

Damit die Polarbasis vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden konnte, musste das Inselsystem mit neun 6kW-Windturbinen und einer 60 kWp-Photovoltaikanlage überdimensioniert werden. Nur so liefert es auch bei wenig Wind und Sonne ausreichend Energie. An Tagen mit hohem Ertrag kam es deshalb zu einem Energieüberschuss. Um ihn besser nutzen zu können und den Mechanikern eine komfortable Raumheizung zu bieten, stattete das Team das neue Garagengebäude mit Infrarotheizungen aus.

Überschüsse hundertprozentig nutzen

Mit der Installation der Leistungssteller AC•THOR und AC•THOR 9s von my-PV kann jetzt der gesamte Überschuss genutzt werden, denn die Leistungssteller messen den Frequenzanstieg bei einem Stromüberschuss. Anstatt die Leistung des Photovoltaikwechselrichters zu begrenzen, erhöhen die Powermanager die Heizleistung, bis das System wieder ausgeglichen ist. So wird die Energie vollständig genutzt.


Über my-PV
Der Hersteller my-PV GmbH aus Neuzeug, Österreich, wurde 2011 von ehemaligen Führungskräften eines Solarwechselrichterherstellers gegründet. Er hat sich seitdem zu einem bedeutenden Hersteller für die Warmwasserbereitung mit Photovoltaik entwickelt. 2012 startete das Unternehmen mit dem ersten Forschungsprojekt im Bereich Speichertechnik. 2013 hat my-PV die DC ELWA für Warmwasser mit Photovoltaik erfunden (ELWA steht für elektrische Warmwasserbereitung) und 2014 erfolgreich am Markt positioniert.

2015 folgte das Wechselstrom-Modell AC ELWA, das überschüssigen Strom netzgekoppelter Photovoltaikanlagen in Wärme umwandelt. Seit September 2016 ist AC ELWA-E verfügbar, die in Kombination mit Batteriesystemen gängigen Wechselrichtern und Energie-Management-Systemen ein perfektes Überschuss-Management erlaubt. Mit dem AC•THOR und dem AC•THOR 9s geht das Unternehmen einen Schritt weiter und erzeugt auch die Raumwärme solarelektrisch.


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