Wissenschaft & Forschung

BEKANNTGABE DER BALZAN PREISTRÄGER 2018

Die Terre des Hommes Stiftung wird mit dem Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern ausgezeichnet, der in diesem Jahr zusätzlich verliehen wird
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2018-09-10 14:42:08 )
Die Preisträger aus vier Fachgebieten erhalten je 750.000 Schweizer Franken ( € 670.000).
Die Hälfte des Preisgeldes muss zur Finanzierung von Forschungsprojekten verwendet werden.
Der Friedenspreis ist mit einer Million Schweizer Franken dotiert ( € 890.000).

Mailand, 10. September 2018 - Heute wurden in Mailand die Namen der Balzan Preisträger 2018 bekannt gegeben:

Marilyn Strathern (Grossbritannien), University of Cambridge, für Sozialanthropologie
Jürgen Osterhammel (Deutschland), Universität Konstanz, für Globalgeschichte
Detlef Lohse (Deutschland/Niederlande), Universität Twente, für Fluiddynamik
Eva Kondorosi (Ungarn), Forschungszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, für Chemische Ökologie
Der Balzan Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern wird der Organisation Terre des Hommes (Schweiz) verliehen.

Die fünf Preisträger wurden in Mailand von dem Präsidenten des Balzan Preisverleihungskomitees Luciano Maiani und dem Präsidenten der Balzan Stiftung "Preis" Enrico Decleva bei einer Veranstaltung am Sitz der Stiftung Corriere della Sera bekannt gemacht.
Die Preisträger aus den vier Fachgebieten erhalten je 750.000 Schweizer Franken (zirka € 670.000). Sie müssen die Hälfte des Preisgeldes zur Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden.
Der Gewinner des Friedenspreis bekommt eine Million Schweizer Franken (zirka € 890.000).
Die Preisverleihung und das Forum der Preisträger finden im November in Rom statt.

Das Profil der Preisträger und die Begründungen für die Auszeichnungen haben Mitglieder des Preisverleihungskomitees der Internationalen Balzan Stiftung „Preis“ dargelegt.

Nathalie Heinich, Forschungsdirektorin für Soziologie am CNRS (Nationales Wissenschaftliches Forschungszentrum, Paris); Mitglied des Centre de Recherches sur les Arts et le Langage (CRAL) der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), Paris, begründete die Vergabe des Preises für Sozialanthropologie an Marilyn Strathern :

„Für den sehr innovativen heuristischen Ansatz zur Überwindung westlicher konzeptueller Dichotomien wie Individuum/Gemeinschaft, Mann/Frau, Natur/Kultur, Singular/Kollektiv, Subjektivität/Objektivität, Ursache/Wirkung, wogegen sie die Bedeutung der häuslichen Sphäre und der Geschlechterdifferenzierung betont, ebenso den Umgang mit Symbolen, die Beziehungsnetze, der Replikation und Handlungsmöglichkeiten beimisst“.

Andrea Giardina, Professor für Römische Geschichte an der Scuola Normale Superiore, Pisa; Präsident des Comité International des Sciences Historiques; Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei, Rom, begründete die Vergabe des Preises für Globalgeschichte an Jürgen Osterhammel:

„Für seine grundlegenden Beiträge zur Globalgeschichte und zu ihrer Definition als eigene Teildisziplin; für seine Methodik, die in einer bewundernswerten Ausgewogenheit strenge empirische Forschungen und umfassendere Perspektiven vereint, so etwa komparative Ansätze oder die Erforschung vernetzter Geschichten; für seinen eleganten und faszinierenden Schreibstil“.

Etienne Ghys, Forschungsdirektor am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS, Abteilung für reine und angewandte Mathematik, École Normale Supérieure de Lyon, und Carlo Wyss, ehemaliger Direktor der CERN Teilchenbeschleuniger, begründeten die Vergabe des Preises für Fluiddynamik an Detlef Lohse:

„Für seine herausragenden Beiträge in verschiedenen Bereichen der Fluiddynamik, wie dem Übergang zu Turbulenzen in der Rayleigh-Bénard-Konvektion, der Untersuchung von mehrphasigen turbulenten Strömungen, der Sonolumineszenz und den Eigenschaften von Blasen und Tropfen auf mikroskopischer Ebene, der Mikro- und Nanofluidik“.

Charles Godfray, Professor für Populationsbiologie an der Universität Oxford, Direktor der Oxford Martin School und Fellow des Jesus College; Fellow der Royal Society, London, begründete die Vergabe des Preises für Chemische Ökologie an Eva Kondorosi:

„Für ihre Forschungen zur Molekularbiologie der Symbiose zwischen Leguminosen und Stickstoff-fixierenden Bakterien, sowie der Identifizierung einer Vielzahl der dabei beteiligten chemischen Signale“.

Der Präsident der Internationalen Balzan Stiftung „Preis“ Enrico Decleva begründete die Vergabe des Preises für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern an Terre des Hommes:

„Für das Engagement von Terre des Hommes-Kinderhilfe weltweit zur Verbesserung des täglichen Lebens der bedürftigsten Menschen (Kinder und ihre Familien), zur Rettung von Millionen von notleidenden Kindern in der ganzen Welt und insbesondere für das SIMSONE-Projekt in der Region von Ségou der Republik Mali, das es durch die Schulung von Pflegepersonal vor Ort ermöglicht, Neugeborene bei der Geburt zu retten und ihre Mütter wirksam ärztlich zu versorgen; ein Projekt, das in anderen Ländern wiederholt und in großem Umfang eingesetzt werden kann“.

Die Preisgebiete der Internationalen Balzan Stiftung variieren jedes Jahr, um besonders innovative Forschung auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Kunst einerseits und den Naturwissenschaften, der Physik, Mathematik und Medizin andererseits zu würdigen, die im Gegensatz zu traditionellen Wissenschaftsgebieten oftmals spezieller und interdisziplinärer ausgerichtet sind. Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden, die vorzugsweise von jungen Wissenschaftlern und Forschern durchgeführt werden.

Das Preisverleihungskomitee hat angekündigt, im Jahr 2019 Preise in den folgenden Gebieten zu vergeben:

1 Filmwissenschaft
2 Islamwissenschaft
3 Theorie der partiellen Differentialgleichungen
4 Pathophysiologie der Atmung: von der Grundlagenforschung zum Krankenbett

Die Preissumme der vier Balzan Preise beträgt auch 2019 wieder je 750.000 Schweizer Franken.

Der Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern ist ein Sonderpreis, der von der Balzan Stiftung in unregelmäßigen Zeitabständen von mindestens drei Jahren vergeben wird. Diese Auszeichnung geht an eine Person oder Einrichtung, die sich durch besondere humanitäre Leistungen hervorgetan hat.

Der Friedenspreisträger 2018 ist der elfte in der Geschichte der Balzan Stiftung. Seit 1961, als die Nobel-Stiftung als erste mit diesem Balzan Preis ausgezeichnet worden war, ist er verliehen worden an: Papst Johannes XXIII. (1962), Mutter Teresa von Kalkutta (1978), das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge - UNHCR (1986), Abbé Pierre (1991), das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (1996), Abdul Sattar Edhi (2000), die Gemeinschaft von Sant’Egidio (2004), Karlheinz Böhm (2007) und Vivre en Famille (2014).

Die Internationale Balzan Stiftung wurde im Jahr 1957 gegründet und hat Sitz in zwei Städten. Die Internationale Balzan Stiftung „Preis“ in Mailand, unter dem Vorsitz von Enrico Decleva, bestimmt durch das Preisverleihungskomitee die Fachbereiche und wählt die Kandidaten aus. Die Internationale Balzan Stiftung „Fonds“ in Zürich verwaltet unter dem Vorsitz von Gisèle Girgis-Musy den Nachlass von Eugenio Balzan mit dem Zweck, der Internationalen Balzan Stiftung "Preis" die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Internationale Balzan Stiftung - Pressebüro: T +39 02 76002212 M +39 334 1687132 ufficio.stampa@balzan.it


Presseinformation


Veröffentlicht durch

Till Jelitto

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Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrecht unterliegen.
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