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imds professional schult Firmen in Kolumbien im Auftrag der Vereinten Nationen

Mitarbeiter der kolumbianischen Automobilindustrie lernen den Umgang mit dem Internationalen Materialdatensystem IMDS mithilfe des Full-Service-Unternehmens imds professional aus Deutschland
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2018-05-09 13:09:49 )
Im Februar hat imds professional, ein Service-Anbieter rund um das Internationale Materialdatensystem IMDS für die Automobilindustrie, Schulungen in Kolumbien durchgeführt. Die Teilnehmer waren Mitarbeiter der dortigen Zuliefererindustrie sowie von Automobilherstellern (OEM) wie Yamaha. Die Schulungen wurden im Auftrag von UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung) im Rahmen des sogenannten PRO-MOTION-Projekts durchgeführt. Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen, KOICA (der koreanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit) und der kolumbianischen Regierung durch ihr produktives Transformationsprogramm. Ziel des Programms ist, die Wettbewerbsfähigkeit und Qualität der kolumbianischen Automobilindustrie zu fördern, lokale Zulieferfirmen zu unterstützen und diese in globale Lieferketten zu integrieren. Dazu gehört unter anderem, dass die Unternehmen ihre Daten in das IMDS eintragen, um ihren Kunden, beispielsweise den bereits in Kolumbien ansässigen OEM wie Renault und General Motors, die entsprechenden Informationen bereitzustellen, die diese im Rahmen ihrer Material Compliance benötigen.

Das von DXC Technology (vormals HPE) entwickelte, internetbasierte IMDS hat sich mittlerweile als Standard für die internationale Automobilindustrie durchgesetzt, um die Altfahrzeugrichtlinie zu erfüllen und auf einem sicheren, schnellen Weg Materialdaten zu übermitteln. Es erleichtert das Recycling und die Wiederverwertung von Altfahrzeugen und ihren Bestandteilen, da die Daten sämtlicher Fahrzeugteile hier eingegeben werden. So kann genauestens nachvollzogen werden, woraus die Teile bestehen und ob beispielsweise Stoffverbote eingehalten werden.

Nahezu alle großen Automobilhersteller nutzen das IMDS mittlerweile für ihr Berichtswesen und verlangen von ihren Zulieferern, dass diese ihre Daten mithilfe des Systems übermitteln. „Wenn also die kolumbianischen Hersteller von Fahrzeugteilen wettbewerbsfähig sein wollen, müssen sie im IMDS registriert sein. Da inzwischen viele gesetzliche Regelungen sowie OEM- und IMDS-Anforderungen berücksichtigt werden müssen, ist eine Schulung unerlässlich, um den komplexen Vorgaben gerecht zu werden und das System korrekt und effektiv nutzen zu können“ sagt Markus Engel, Projektleiter bei imds professional. „Mit unserer jahrelangen Erfahrung mit dem IMDS und unserer Kenntnis des südamerikanischen Markts – seit 2015 bieten wir unseren Service und unsere Schulungen bereits in Brasilien an – konnten wir die Ausschreibung durch UNIDO für uns entscheiden“, freut sich Markus Engel. „Da die Teilnehmer das IMDS bisher nicht kannten, musste ich quasi bei null anfangen. Ich habe sie mit den gesetzlichen Regelungen und der Entstehung des Systems vertraut gemacht und sie bei ihren ersten Schritten darin begleitet. Durch zahlreiche Übungen sind die Teilnehmer jetzt fit um Umgang mit dem IMDS und können den Anforderungen ihrer Kunden gerecht werden“, erläutert Humberto Fracassi, der die Seminare als Dozent auf Spanisch durchgeführt hat. Die Seminare haben in Bogotá, Medellín und Pereira mit insgesamt 25 Teilnehmern stattgefunden.

Die Integration der kolumbianischen Automobilzulieferer in globale Lieferketten soll durch fünf Strategien erfolgen: politische Maßnahmen, nationale Qualitätsinfrastruktur, hochwertige Produkte, Eintritt in neue globale Lieferketten, erhöhte Wertschöpfung durch Forschung und Entwicklung. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen benannt und entwickelt. PRO-MOTION bietet die Bereitstellung technischer Unterstützung für die Industrie, um die Anforderungen der globalen Kunden zu erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit insgesamt zu verbessern. Zudem sollen die lokalen Unternehmen bei der Suche nach neuen Möglichkeiten auf globalen Märkten begleitet werden.

Nach Angaben der PRO-MOTION-Initiative sind in Kolumbien aktuell vier Automobilhersteller sowie sechs Motorradhersteller aktiv. Im Jahr 2016 wurden hier Autoteile und Fahrzeuge im Wert von etwa 3390 Millionen US-Dollar verkauft.


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