Gesundheit & Medizin

Cochlear begrüßt den Maßnahmenplan der WHO zur weltweiten Prävention von Taubheit und Hörverlust

Hannover, 31. Mai 2017 - Cochlear begrüßt die Nachricht, dass die Weltgesundheitsversammlung (WHA) heute eine Resolution unterstützt hat, mit der ein politischer Maßnahmenplan für Hörgesundheit verabschiedet wird und die Vorteile der Prävention und Behandlung von Hörverlust weltweit anerkannt werden.
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2017-06-01 08:51:55 )
Hannover, 31. Mai 2017 - Cochlear, der globale Marktführer auf dem Gebiet implantierbarer Hörlösungen, begrüßt die Nachricht, dass die Weltgesundheitsversammlung (WHA) heute eine Resolution unterstützt hat, mit der ein politischer Maßnahmenplan für Hörgesundheit verabschiedet wird und die Vorteile der Prävention und Behandlung von Hörverlust weltweit anerkannt werden.

Die WHA ist das höchste Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In ihr sind Gesundheitsexperten aus 192 Mitgliedstaaten vertreten. Sie bestätigten, dass konkrete Schritte unternommen werden müssen, um gegen die zunehmende Verbreitung von Hörverlust Fortschritte zu erreichen. In der Resolution wurde bestätigt, dass Hörverlust ein schwerwiegendes Problem der öffentlichen Gesundheit ist. Die Regierungen aller Länder werden aufgefordert, diesem Problem eine höhere Priorität einzuräumen und einen nationalen Aktionsplan zu seiner Bewältigung zu entwickeln.

Nach Schätzungen der WHO sind über 360 Millionen Menschen – mehr als fünf Prozent der Weltbevölkerung – von Hörverlust betroffen (unter ihnen 32 Millionen Kinder).1 Diese Zahlen nehmen weiter zu. Die Kosten, wenn Hörverlust nicht adressiert wird und behandelt werden kann, wurden kürzlich auf 750 Mrd. USD pro Jahr geschätzt.1

In der WHA-Resolution sind kostengünstige praktische Schritte dargelegt. Sie beginnen mit Programmen zur Steigerung des Bewusstseins für Hörgesundheit sowie Höruntersuchungen in wichtigen Lebensphasen. Gleichzeitig sollen unterstützende Hörtechnologien, etwa Cochlea-Implantate, Bedürftigen leichter zugänglich werden.

Chris Smith, CEO & President von Cochlear, begrüßte diese Entscheidung weltweit führender Gesundheitspolitiker.

„Diese Resolution gibt vielen Menschen mit Hörverlust neue Hoffnung, und zwar ungeachtet ihres Alters und ihrer Herkunft“, sagte Smith. „In einigen Ländern sind Kinder mit Hörverlust von der Schulbildung ausgeschlossen. Betroffene Erwachsene finden keine Arbeit oder können ihr berufliches Potenzial nicht ausschöpfen, ältere Menschen sehen sich bei unbehandeltem Hörverlust mit kostspieligen gesundheitlichen Problemen konfrontiert.“

„Taubheit und Hörverlust wurden endlich als wesentliches globales Gesundheitsproblem benannt, und die weltweit wichtigste Gesundheitsorganisation hat festgelegt, dass es an der Zeit ist, zu handeln. Wir von Cochlear möchten das Leben von Menschen mit Hörverlust verbessern. Als Experten für Hörgesundheit sind wir gern bereit, gemeinsam mit anderen unseren Beitrag im Kampf gegen dieses globale Gesundheitsproblem zu leisten.“

„Diese Resolution ist ein wesentlicher Meilenstein. Ihre Umsetzung könnte für Millionen Menschen und viele Gesellschaften eine erhebliche Erleichterung bedeuten.“

In der Resolution sind einige wichtige Schritte zum Kampf gegen die Auswirkungen von Taubheit und Hörverlust dargelegt, darunter:

• Stärkung des Bewusstseins für die große Verbreitung von Hörverlust sowie für seine sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen unter den Entscheidern und in der Gesellschaft
• Besserer Zugang zu bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Hörlösungen, darunter auch Hörgeräten und Cochlea-Implantaten, als Teil der universellen Gesundheitsversorgung
• Erweiterung der Untersuchungsprogramme zur Früherkennung und Diagnostizierung von Ohrerkrankungen und Hörverlust, wobei der Schwerpunkt Säuglingen, Kleinkindern und älteren Erwachsenen gilt
• Stärkung des Bewusstseins für die Gefahren von Hörverlust durch Lärm sowie Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Lärmexposition am Arbeitsplatz, in der Umwelt und in der Freizeit
• Bessere Erfassung von Informationen zu Ohrerkrankungen und Hörverlust, damit die politischen Entscheidungsträger über eine bessere Grundlage für die Erarbeitung evidenzbasierter Strategien verfügen

Viele Ursachen von Hörverlust können durch öffentliche Gesundheitsmaßnahmen vermieden werden. Schätzungen gehen davon aus, dass 60 Prozent aller Fälle von Hörverlust bei Kindern vermeidbar sind. In Ländern mit einem niedrigen bis mittleren Einkommensniveau ist diese Zahl höher (75 Prozent); in Ländern mit höheren Einkommen dagegen niedriger (49 Prozent).2

Es wird geschätzt, dass derzeit nur 10 Prozent des weltweiten Bedarfs an Hörtechnik produziert wird.3 Die Vorteile von Cochlea-Implantaten für Kinder werden allgemein anerkannt.2,4,5 Darüber hinaus konnte belegt werden, dass die Versorgung Erwachsener mit einem Cochlea-Implantat für eine wesentlich größere Gruppe von Betroffenen effektiv ist als bisher angenommen.6

Weitere Informationen zu Cochlear finden Sie unter www.cochlear.de.

Pressekontakt: Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG, Sophie Osteroth, Tel: (0511) 542 77 243, E-Mail: sosteroth@cochlear.com

Pressekontakt: PR-Büro Martin Schaarschmidt, Tel: (030) 65 01 77 60, E-Mail: martin.schaarschmidt@berlin.de

Redaktioneller Hinweis:

Als der global führende Experte für implantierbare Hörlösungen widmet sich Cochlear der Aufgabe, Menschen mit mittelgradigem bis vollständigem Hörverlust an der Klangvielfalt des Hörens teilhaben zu lassen. Bereits mehr als 450.000 Menschen jedes Alters haben wir zu einem erfüllten und aktiven Leben verholfen: Hören zu können brachte sie wieder ihren Familien, Freunden und Gemeinschaften näher. Wir streben danach, den Versorgten lebenslang bestmögliches Hören und den Zugang zu modernsten und innovativsten Technologien zu ermöglichen. Unseren Partnern stellen wir das branchenweit größte Netzwerk für Forschung, Entwicklung und Beratung zur Verfügung. Weltweit entscheiden sich deshalb die meisten Menschen für implantierbare Hörlösungen von Cochlear. Weitere Informationen zu Cochlear finden Sie unter www.cochlear.de.

Das Cochlea-Implantat (CI) wird unter die Kopfhaut des Patienten eingesetzt und reicht bis in dessen Innenohr. Es wandelt gesprochene Worte und andere akustische Signale in elektrische Impulse um. Durch diese Impulse wird der Hörnerv stimuliert, der sich in der Hörschnecke, der so genannten Cochlea, befindet. Zu jedem CI gehört außerdem ein Soundprozessor mit Sendespule, der wie ein Hörgerät hinterm Ohr getragen wird. Gehörlos geborenen Kindern und hochgradig hörgeschädigten bis völlig ertaubten Kindern sowie hochgradig hörgeschädigten und tauben Erwachsenen eröffnet das CI wieder den Zugang zur Welt des Hörens und der gesprochenen Worte.

Anmerkungen und Literaturhinweise

1. Weltgesundheitsorganisation. Factsheet No*300 (Internet). 2017 (Zitat vom Februar 2017). Abrufbar unter: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs300/en/
2. WHO Childhood hearing loss: act now, here is how! 2016 (Zitat vom 10. Mai 2017). Abrufbar unter: http://www.who.int/pbd/deafness/world-hearing-day/2016/en/
3. WHO, Weltbank. World report on disability. Genf: Weltgesundheitsorganisation. 2011. Abrufbar unter http://www.who.int/disabilities/world_report/2011/en/
4. Papsin, B. C; Gordon K. A.: Cochlear implants for children with severe-to-profound hearing loss. New England Journal of Medicine. 6. Dezember 2007; 357(23): 2380-7.
5. Marschark, M.; Rhoten, C.; Fabich, M.: Effects of cochlear implants on children's reading and academic achievement. Journal of Deaf Studies and Deaf Education. 2007.
6. Lamb, B.; Archbold, S.: Adult Cochlear Implantation: Evidence and experience, The Case for a Review of Provision. Nottingham: The Ear Foundation. (Zitat vom 10. Mai 2017). Abrufbar unter: http://www.earfoundation.org.uk/files/download/667


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