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Nachhaltigkeit im Tourismus: Marketinggag oder überlebenswichtige Strategie?

Branchenvertreter diskutierten auf Einladung von Connoisseur Circle am Dienstagabend über das Thema „Nachhaltigkeit im Tourismus“. Klimawandel, globale Entwicklungen und gesellschaftliche Trends stellen die Branche vor neue Herausforderungen, die dringend gelöst werden müssen, um die intakte Natur als Tourismusfaktor zu erhalten.
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2016-11-22 20:19:15 )
Bilder zur Meldung auf http://presse.leisuregroup.at/ccircle/nachhaltigkeit

Wien (LCG) – Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums und der Auszeichnung der 222 besten Hotels in Österreich lud das führende Reise- und Lifestylemagazin im deutschsprachigem Raum Branchenvertreter zum Kamingespräch mit Slow Food-Expertin Barbara van Melle über Nachhaltigkeit im Tourismus. Mit ihr diskutierten auf Einladung von Connoisseur Circle-Herausgeber Andreas Dressler im Wiener Novomatic Forum Nachhaltigkeitsexpertin Monika Langthaler, Ruefa-Boss Walter Krahl, Falkensteiner-CFO Claudia Beermann und Austria Glas Recycling-Chef Harald Hauke.

Tourismus verheimlicht Nachhaltigkeitsprojekte, um keine hohen Preise zu vermitteln

Reiseveranstalter Krahl definiert Nachhaltigkeit im Tourismus vor allem als gesellschaftlichen Wert, der sich in Respekt vor fremden Kulturen und der Schaffung von Arbeitsplätzen in den Destinationen zeigt. „Ökologische Nachhaltigkeit – beispielsweise mit eigenen Kläranlagen auf Schiffen und in Hotels – passiert oft im Hintergrund, um den hohen Wert dieser Leistung im preissensitiven Tourismusmarkt nicht in den Vordergrund zu stellen und damit hohe Kosten zu suggerieren.“ Er betont auch den starken Anstieg von Langstreckenflügen aus dem asiatischen Markt und die steigende Beliebtheit von Ferndestinationen als neue Trends am Reisemarkt. Gesellschaftliche Faktoren wie die Zunahme der DINKS (Double Income No Kids) und der Wunsch nach Individualismus sowie sinkende Flugpreise tragen zu einem geänderten Reiseverhalten bei, das neue Formen der Wertschöpfung in den Zielländern schafft. „Online-Anbieter schenken dem Thema Nachhaltigkeit kaum Aufmerksamkeit, während die Beratungskompetenz der Reisebüros Kunden hier aktiv aufklärt“, betont Krahl.

Klimawandel führt zum Umbruch der Märkte und Ökosysteme

„Der Klimawandel betrifft die gesamte Tourismusbranche, wie sich am Schneemangel in Österreich zeigt. Allerdings wird es nicht nur Verlierer geben“, sagt Expertin Langthaler und rechnet für Österreich Gesamtkosten von rund acht Milliarden Euro durch den Klimawandel vor. Weltweit verursacht der Tourismus – allerdings bei steigender Tendenz – nur fünf Prozent der CO2-Emissionen. Sie betont, dass die Reisebranche von der intakten Natur lebt und daher gefordert ist, einen großen Beitrag zum Erhalt zu leisten.

Für Hauke muss Nachhaltigkeit sowohl wirtschaftlichen als auch gesellschaftlichen Mehrwert bringen. „Das globale Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung treiben den Ressourcenverbrauch in die Höhe. Alleine in Österreich werden 30 Tonnen Rohstoffe pro Jahr verbraucht, wovon nur ein geringer Prozentsatz wiederverwertet wird.“

Touristiker haben Verantwortung für die Region

Bei Falkensteiner stellt man sich heute schon auf neue Klimaverhältnisse ein und bereitet sich auf den ganzjährigen Tourismus vor. „Wir müssen weg von den Monokulturen, die nur auf Ski- oder Golftourismus ausgelegt sind, um unseren Gästen ein ganzjähriges Erlebnis zu bieten“, erklärt Beermann ihre Strategie. Sie fordert auch mehr Konsequenz von den Hoteliers: „Unsere Küchenchefs sind verpflichtet, bei regionalen Lieferanten einzukaufen. Es muss am heimischen Berg nicht immer Lachs aus der norwegischen Aquakultur geben, sondern herrliche Produkte aus der Region“, erzählt sie aus der Praxis.

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