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Großer Preis von Russland 2020 - Vorschau

Die Formel 1 reist zum zehnten Saisonlauf 2020 an das "Sochi Autodrom" in Russland
Toto Wolff vom AMG Petronas Formula One Team , Copyright: Mandoga Media
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2020-09-24 19:48:18 )
Toto Wolff über Russland:

Nach neun Rennen in elf Wochen hatte die Formel 1 sich zur Saisonhalbzeit ein freies Wochenende redlich verdient. Die F1, die FIA und die lokalen Veranstalter haben unter diesen schwierigen Bedingungen beeindruckende Arbeit bei der Erstellung des Kalenders abgeliefert und sichergestellt, dass unsere Rennserie sicher auf die Strecke zurückkehren konnte. Der kompakte Rennkalender brachte aber auch drei harte Monate für viele Mitglieder unseres Sports mit sich. Diese Frauen und Männer aus allen Teams und in allen möglichen Positionen verdienen unsere Anerkennung dafür, dass wir dem nachgehen konnten, wofür unsere Herzen schlagen: dem Racing.

Jetzt geht es zum ersten alleinstehenden Rennwochenende der Saison nach Russland. Sotschi war in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für unser Team und wir besitzen dort eine starke Bilanz. Der Kurs weist einen relativ ungewöhnlichen Streckenverlauf auf und zeichnet sich vor allem durch eine Schlüsselstelle aus: den langen Weg von der Pole bis zur ersten Bremszone. Dadurch befindet sich der Fahrer auf der Pole Position nicht unbedingt in der stärksten Position für den Start des Rennens, da die Autos hinter ihm vom Windschatten profitieren können. Das konnte man im Vorjahr sehr gut sehen, als Vettel Leclerc auf dem Weg zur zweiten Kurve überholt hat oder auch in der Saison 2017, als Valtteri sich den Pole-Mann Vettel von P3 geschnappt hat. Unsere Qualifying-Pace war in diesem Jahr bislang stark, aber diese Stärke könnte sich in Sotschi am Renntag schnell als eine Schwachstelle entpuppen.

Der Große Preis von Russland ist auch das Rennen, bei dem Netflix unser Team für die dritte Staffel von "Drive to Survive" begleiten wird. Im vergangenen Jahr war das in Hockenheim der Fall, wo wir bei unserem Heimrennen das Jubiläum von 125 Jahren Motorsport gefeiert haben - am Ende war es das schlimmste Rennen der Saison für uns. Das sorgte für eine sehr unterhaltsame Netflix-Folge, aber wir hoffen, dass wir diesmal nicht nur großartigen Content, sondern auch ein großartiges Rennen liefern können.

Zahlen & Fakten: Russland Grand Prix

Mit 890 Metern ist der Weg von der Pole Position bis zur ersten Bremszone (Kurve zwei) auf dem "Sochi Autodrom" der längste aller Formel 1-Strecken.
Aufgrund des langen Weges bis zur zweiten Kurve ist der Windschatten in Sotschi der stärkste in der gesamten Saison. Das gilt besonders auf der ersten Runde des Rennens, was es sehr schwierig gestaltet, seine Position zu verteidigen.

Der Große Preis von Russland ist mit 309,944 km Renndistanz das längste Saisonrennen, knapp vor Mugello (309,497 km).
Sotschi ist die einzige Strecke im Formel 1-Rennkalender 2020, auf der eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h anstelle der üblichen 80 km/h in der Boxengasse gilt.

Die Strecke besitzt einen der größten Zeitverluste bei einem Boxenstopp in der gesamten Saison. Alles in allem vergehen von der Boxenein- bis zur -ausfahrt nach dem Stopp 30 Sekunden. Verglichen mit dem normalen Rennspeed auf der Strecke verliert ein Fahrer beim Abbremsen am Boxeneingang, dem Durchfahren der Boxengasse, dem Reifenwechsel und dem Herausbeschleunigen aus der Boxengasse rund 25 Sekunden.
Die Strecke verläuft rund um die Anlagen der Olympischen Winterspiele von 2014, inklusive dem Olympiastadion, dem Bolshoy Ice Dome, dem Medal Plaza und der Adler Arena.

Das "Sochi Autodrom" ist einer von drei Olympiaaustragungsorten, die Schauplatz eines Formel 1-Rennens sind. Die anderen beiden sind der Circuit Gilles Villeneuve (1976) und der Circuit de Barcelona-Catalunya (1992).

Mercedes besitzt ein 100%ige Siegquote beim Großen Preis von Russland und hat alle Rennen in Sotschi seit dessen Debüt in der Saison 2014 gewonnen. Darüber hinaus hat die Marke auch zwei Russland Grand Prix in den Jahren 1913 und 1914 in St. Petersburg gewonnen, bei denen Benz-Fahrzeuge siegten.
Der glatte Asphalt des "Sochi Autodroms" geht sehr sanft mit den Reifen um. Deshalb kamen in der Vergangenheit einige Fahrer schon nach der ersten Runde an die Box und fuhren das Rennen danach auf dem gleichen Satz zu Ende.
In Sotschi werden 62 Gangwechsel pro Runde erwartet - gemeinsam mit dem Nürburgring ist dies der Höchstwert in der Saison 2020.
Das "Sochi Autodrom" besteht aus vielen 90-Grad-Kurven, die eine ähnliche Linie aufweisen. Dadurch fällt die Abstimmung des Autos weniger komplex als auf anderen Strecken aus.

Russland und Abu Dhabi sind die einzigen beiden Saisonrennen, bei denen in diesem Jahr die drei weichsten Reifenmischungen (C3, C4 und C5) zum Einsatz kommen werden.
Kurve drei ist eine der längsten Kurven im Rennkalender. Sie wird mit Vollgas durchfahren, außer wenn der Fahrer auf die Reifen achten muss. Denn wenn man in dieser Kurve Runde für Runde attackiert, werden die Reifen in Mitleidenschaft gezogen, was besonders zu beachten ist, da in Sotschi die drei weichsten Mischungen verwendet werden.

Marbles (Gummiabrieb von den Reifen) sind ein bekanntes Problem in Kurve drei, da sie sich während der Trainings und Rennen sehr schnell bilden. Davon wurden in der Vergangenheit schon einige Fahrer überrascht, wenn sie nur leicht von der Ideallinie abkamen.
Der Spritverbrauch fällt auf dem "Sochi Autodrom" besonders hoch aus. Der Grund dafür sind mehrere lange Geraden sowie die Abfolge der kurzen 90-Grad-Kurven, was dazu führt, dass die Fahrer viel früher Vollgas geben können als auf Strecken mit vielen Haarnadeln und Schikanen. Bei einem normalen Rennen ohne Unterbrechungen müssen die Fahrer mehr auf den Benzinverbrauch achten und "Lift and Coast" einsetzen als auf vielen anderen Strecken. Allerdings gab es bei vier der letzten fünf Rennen in Russland eine Safety-Car-Phase. Diese Pause führte dazu, dass die Fahrer weniger auf den Spritverbrauch achten mussten.

Die hohe Safety-Car-Quote in Russland rührt von der Streckencharakteristik des "Sochi Autodrom" her, das an einen Straßenkurs erinnert. Die Streckenbegrenzungen stehen nah an der Strecke und erschweren die Bergung eines ausgefallenen oder beschädigten Autos. Das gilt umso mehr, wenn sich ein Zwischenfall in Kurve 13 am Ende der Gegengeraden ereignet, da diese Kurve einen blinden Eingang besitzt.
Beim Großen Preis von Russland gehört Netflix zu unserem Team, um Content über unser Rennwochenende für die nächste Staffel von "Drive to Survive" zu produzieren.


Presseinformation


Veröffentlicht durch

Mandoga Media Evelyn Kilb

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Kontakt Mandoga Media Evelyn Kilb


 

 

 

 

 

 

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